| Franz Bittner

Wahrnehmungsbericht KN 2019

1.547 Fälle wurden von der Patientenombudsstelle der Ärztekammer im Jahr 2019 bearbeitet, das entspricht einer Zunahme von 9,3 % im Vergleich zum Jahr davor.

Erfreulich dabei war, dass mehr als zwei Drittel der Fälle im Sinne der Patienten positiv erledigt werden konnten.

Der Anstieg und der zum wachsenden Bekanntheitsgrad des Patientenombudsmanns sind auf mehrere Faktoren zurückzuführen:

  • Die Akzeptanz unserer Website steigt kontinuierlich, wir sehen auch dass viele Beschwerden online gepostet wurden.
  • Die regelmäßigen ORF 2-Fernsehspots und vier Sendungen auf Radio Wien, bei denen Patienten anrufen und mit dem Ombudsmann ihre Probleme diskutieren können
  • und der monatliche Kommentar des Patientenombudsmanns im Kurier
  • Zusätzlich wurden 2.698 Telefonate verbucht, wobei die telefonischen Kontakte im Vergleich zum Jahr davor um ca. 15 % rückläufig waren.

Darüber beschweren sich die Wiener Patienten

Einer Vielzahl von Beschwerden liegen oft Kommunikationsproblemen zugrunde. Generell ließ sich eine Zunahme der Beschwerden mit unterschiedlichsten Inhalten verzeichnen. Die Patientenombudsstelle befasst sich dabei nicht nur mit Beschwerden über Ordinationen und Institute. Eine große Anzahl an Beschwerden betraf vielmehr Spitäler, Sozialversicherungen und den Sozialbereich schlechthin. Rund ein Viertel der Anfragen warf Probleme in den Bereichen Krankenversicherung, Pensionsversicherung und Bundessozialamt auf.

Leichter Rückgang der besonders schweren Fälle

An die Patientenschiedsstelle wurden 33 Fälle übergeben, das war geringfügig weniger als im Jahr davor. Der Disziplinarrat der Österreichischen Ärztekammer musste 10mal bemüht werden, wobei dies ebenfalls einen geringfügigen Rückgang bedeutete.

Seit 2013 gibt es den Patientenombudsmann in Wien

Geleitet wird die Patientenombudsstelle seit 2013 vom vormaligen Obmann der Wiener Gebietskrankenkasse, Franz Bittner, dessen Vertrag als Patientenombudsmann im Jahr 2018 um weitere fünf Jahre verlängert wurde.