| Franz Bittner

Von der Pflicht zu Impfen zur Impfpflicht

Meinen Standpunkt kennen sie, ich bin für Impfungen. Das konnten sie auch hier lesen. Die Impfung ist der einzige Weg für uns aus der Coronapandemie und den wiederkehrenden Lockdowns. Und die nächste Mutation, genannt Delta, ist auf dem Weg zu uns. Sie ist deutlich ansteckender und damit eine große Gefahr für die bevorstehenden Lockerungen.

Daher unterstütze ich das Anliegen von Peter Hacker, Gesundheitsstadtrat der Stadt Wien zu einer Impfpflicht, wie er es in einem Interview gesagt hat >> öffnet in einem eigenen Fenster.

 

Für wen gilt die Impfpflicht?

Am Beginn waren Corona Impfungen nur bei Neuanstellungen im Wiener Gesundheitsverbund Vorschrift. Nun gilt es auch in den Ordensspitälern und als nächstes werden die Sozialeinrichtungen in Wien folgen. Sozialeinrichtungen heißt, alle Alters- und Pflegeheime und die Einrichtungen für wohnungslose Menschen.

Und das ist auch richtig so. Gerade kranke, betagte oder Menschen mit einem schlechten Gesundheitsstatus müssen besonders vor der Coronainfektion geschützt werden. Und die geht zuallererst vom betreuenden Personal aus. Und daher ist es sinnvoll und notwendig, dass diese Menschen geimpft ist.

 

Impfen ist auch Dienst am Nächsten

Wir leben länger und sind gesünder in Österreich als je zuvor. Das verdanken wir unserem guten Gesundheitssystem und den Impfungen. Impfungen haben uns geholfen tausende von Leben zu retten und Krankheiten auszurotten. Das ist eine unwiderlegbare Tatsache und sie können es hier nachlesen.

Es fehlt mir jegliches Verständnis für die Überraschung oder Ablehnung der Corona-Impfung einiger weniger. Wenn sich Menschen nicht selbst schützen wollen, ist das eine Sache. Aber wenn andere damit gefährdet und infiziert werden können, so muss auch Verantwortung übernommen werden. Viele Fälle auf der Intensivstation und viele Tote hätten vermieden werden können, wenn alle ÖsterreicherInnen die Maßnahmen über die gesamte Dauer ernst genommen hätten.

Jeder Arbeitende im Gesundheitssystem leistet täglich einen Beitrag zur Betreuung und Heilung von PatientInnen. Der Schutz dieser PatientInnen vor jeder weiteren Beeinträchtigung ist ein gemeinsames Anliegen. Und Teil dieser Schutzmaßnahmen sind auch die Impfungen. Ich hoffe wirklich sehr, dass alle hier ein Einsehen haben.

 

Impfen, impfen, impfen

Darum ist es auch wichtig, nun den Impfschutz auch den jüngeren Generationen zugänglich zu machen. In einem ersten Schritt werden Ende Juni 10.000 Impftermine für 12-15-Jährige in Wien freigeschaltet. Wenn die Eltern noch nicht geimpft sind, können sie sich gleich mitimpfen lassen. Anfang Juli werden dann Impftermine für unter 30-Jährige freigeschaltet.

Mein Appell: Haben sie Vertrauen in die Impfung und lassen sie sich nicht verunsichern. Sprechen sie mit Menschen in ihrem Umfeld, die noch skeptisch sind und versuchen sie diese sanft und respektvoll zu überzeugen. Gemeinsam können wir die Pandemie besiegen. Wenn wir uns impfen lassen. Danke.

Ihr Franz Bittner