| Franz Bittner

Antworten zum Coronavirus!

Viele Wiener sind besorgt, denn ein neuartiges Virus sorgt seit Anfang des Jahres für große Beunruhigung – das Coronavirus. Daher habe ich das Wissenswerte für sie zusammengefasst und Kontaktnummern aufgelistet unter denen sie weitere Informationen und Hilfe bekommen können.

Was ist das Coronavirus?

Die Coronaviren gehören zu einer Gruppe von Krankheitserregern, die leichte Erkältungen bis hin zu schweren Lungenentzündungen auslösen können. Die Übertragung erfolgt über eine Tröpfcheninfektion, das bedeutet von Mensch zu Mensch durch Kontakt mit den Händen oder beim Niesen, bzw. Husten. Besonders betroffen sind – wie so oft – bei solchen Infektionen hauptsächlich Ältere, sowie immungeschwächte Personen.

Die Inkubationszeit liegt zwischen 2 bis 14 Tagen, daher müssen unter Verdacht stehende Personen auch 2 Wochen in Quarantäne.  Die Symptome sind folgendermaßen: Fieber, Husten, Kurzatmigkeit, Atembeschwerden. In schweren Fällen kann auch noch eine Lungenentzündung oder Nierenversagen auftreten.

Wenn sie daher erkranken und vor kurzem in Asien waren oder Kontakt mit Personen haben, die in Asien waren, kontaktieren sie in – jedem Fall – einen Arzt. Eine Impfung oder vorsorgliche Behandlung gibt es nicht. Die Therapie erfolgt daher rein symptomatisch, z.B. durch fiebersenkende Medikamente.

Auf der Webseite der Agentur für Ernährungssicherheit finden sie in 7 kurzen Videos (öffnet sich in einem neuen Fenster) einfach erklärt Informationen zum Coronavirus.

  • Wie gefährlich ist dieses neuartige Coronavirus?
  • Wie ansteckend ist dieses neuartige Coronavirus?
  • Wie äußert sich die Krankheit?
  • Wie wird die Krankheit behandelt?
  • Wie kann man sich vor Coronaviren schützen?
  • Können Masken (Einmal-Mundschutzmasken) schützen?
  • Kann das Coronavirus durch Handelswaren aus China übertragen werden?

Wie unterscheidet sich das Virus von Influenza?

In Österreich herrscht aktuell eine Grippewelle. Die Symptome, die wir von einer Erkältung oder einer Grippe kennen wie Fieber, Atemwegsbeschwerden, Müdigkeit, Husten, sind die gleichen wie beim Coronavirus.

Wenn sie krank werden, muss genau abgeklärt werden, ob überhaupt ein Kontakt ihrerseits mit dem neuen Coronavirus möglich gewesen sein kann. Die echte Grippe ist aktuell bei uns viel näher und gefährlicher als das Coronavirus. Und gegen die Grippe gibt es einen wirksamen Schutz – die Impfung.

Wurde das neuartige Coronavirus schon in Österreich nachgewiesen?

Bis jetzt Nein. Die aktuellen Verdachtsfälle auf Coronavirus werden auf der Website des Sozialministeriums (öffnet sich in einem neuen Fenster) veröffentlicht und täglich um 10 Uhr aktualisiert.

Sie glauben, sie sind ein Verdachtsfall. Was ist zu tun?

Wenn Sie die oben genannten Krankheitssymptome aufweisen – und vor allem in den letzten 14 Tagen in China waren oder mit Reisenden von dort Kontakt hatten – beachten Sie bitte folgendes:

  • Bleiben Sie bitte zu Hause.
  • Rufen Sie bitte beim Gesundheitstelefon 1450 an.
  • Wann waren sie in China und wann haben die Symptome begonnen.
  • Wenn Sie husten oder niesen, bedecken Sie Mund und Nase mit einem Papiertaschentuch beziehungsweise Ihrer Ellenbeuge (nicht mit den Händen). Entsorgen Sie das Papiertaschentuch umgehend und waschen Sie danach Ihre Hände.
  • Wenn sie Kontakt zu einer Person hatten, die ein Coronavirus-Verdachtsfall ist, werden von der Gesundheitsbehörde (Magistratsabteilung 15) kontaktiert und sollen auf Zeichen wie Fieber und Husten achten, bis Entwarnung gegeben werden kann.

Falls notwendig holt sie die Berufsrettung Wien ab und bringt Sie ins Kaiser-Franz-Josef-Spital. Dort gibt es eine auf Diagnose und Behandlung spezialisierte Abteilung, die jahrzehntelange Erfahrung hat.  Innerhalb von 48 Stunden kann eine mögliche Infektion mit dem Coronavirus ausgeschlossen oder bestätigt werden.

Mehr Informationen zum Coronavirus finden sie hier (öffnet sich in einem neuen Fenster).

Mein Rat an Sie: Seien sie beruhigt. Alle führenden Gesundheitsexperten blicken der weiteren Entwicklung mit professioneller Gelassenheit entgegen. In ganz Österreich sind die Spitäler laut dem neuen Sozialminister Rudolf Anschober gut gerüstet, Pläne – die im Fall der Grippe ohnehin laufen – sind bereits aktiv. Reisende werden bereits beim Ankommen am Flughafen sicherheitshalber untersucht.

Ansonsten gelten dieselben Hygienemaßnahmen wie bei Grippe, um eine Ansteckung zu vermeiden: Waschen sie die Hände gründlich (über 20 Sekunden) mit Wasser und Seife.  Vermeiden sie Händeschütteln und halten sie Abstand zu niesenden oder hustenden Personen. Nach dem Naseputzen, Niesen oder Husten waschen sie sich immer gründlich die Hände.