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04 Dezember 2018

Winterzeit ist Grippezeit


In der Winterzeit kommen neben schönen Anlässen wie Advent und Weihnachten leider auch oft die weniger schönen Begleiterscheinungen: Erkrankungen.

Wenn es um die „Grippe“ geht, muss man zwischen der „echten Grippe“ und einer „Erkältung“ (dem sogenannten grippalen Infekt) unterscheiden. Das ist nicht immer leicht. Hier einige Informationen und Anhaltspunkte für sie:

 

  • Die Grippe kommt abrupt mit hohem Fieber, Gelenks-, Glieder- und Halsschmerzen, sowie trockenem Husten. Dazu kommen Muskel- und Gliederschmerzen, Frösteln und Schüttelfrost und das Fieber steigt rasch auf 38 bis 40° C.
  • Beim grippalen Infekt haben die Patienten meist eine rinnende Nase und/oder Husten, beziehungsweise Halsschmerzen. Die Temperatur ist zwar erhöht, bleibt aber meist unter 37,5° C.

Fieber ist keine Krankheit, sondern ein Symptom, das unter anderem bei einer Grippe oder Erkältung auftreten kann. Unser Körper unterstützt damit das Immunsystem, um die Krankheitserreger zu bekämpfen. Wenn sie als Erwachsener länger als zwei Tage hohes Fieber haben, dann sollten sie unbedingt zum Arzt gehen. Bei kleinen Kindern und Säuglingen, die länger als einen Tag Fieber haben, bitte umgehend einen Arzt konsultieren.

Um sich soweit es möglich ist gegen grippale Infekte zu schützen, empfehle ich ihnen folgende vorbeugende Maßnahmen:

  • Bewegung ist immer wichtig, auch im Winter. Gehen sie so oft wie möglich hinaus, insbesondere wenn die Sonne scheint.  Das ist gut für das Gemüt und den Vitamin D-Haushalt des Körpers.
  • Ernähren Sie sich gesund indem Sie viel Obst und Gemüse essen.
  • Lüften Sie zuhause regelmäßig. Die Krankheitserreger lieben die Heizsaison. Denn unsere Schleimhäute trocknen aus und dann haben Viren leichtes Spiel.
  • Waschen Sie sich mehrmals täglich die Hände und verzichten Sie in der Schnupfensaison auf allzu innige Begrüßungen. Erkälteten Mitmenschen sollten Sie auch lieber nicht die Hand schütteln.
  • Am Anfang eines Infektes ist oft auch die Nase verstopft. Das stört uns besonders beim Schlafen in der Nacht. Abschwellende Nasensprays können da kurzfristig hilfreich sein. Länger als fünf Tage sollte man diese allerdings nicht verwenden. Fragen sie dazu am besten ihren Arzt.

Oft wird die Frage gestellt, ob man sich gegen die Grippe impfen lassen soll. Meine Antwort lautet „Ja“. Die Grippeimpfung ist für jeden sinnvoll, der sich selbst schützen und andere nicht anstecken will.
Die Grippeimpfung schützt allerdings nicht vor anderen Erkältungskrankheiten wie dem grippalen Infekt.

Personengruppen, die mit vielen Menschen in Kontakt kommen, wird die Impfung dringend empfohlen, ebenso Menschen mit Vorerkrankungen, für die eine Ansteckung lebensgefährlich sein kann.

  • Empfohlener Zeitpunkt für die Grippeimpfung sind Oktober und November, sie kann aber auch noch später vorgenommen werden
  • Ca. 14 Tage nach der Impfung hat sich zumeist der Grippeschutz aufgebaut
  • Der Grippevirus verändert sich jedes Jahr, daher sollte die Impfung jährlich vorgenommen werden

Oft wird behauptet, dass sich nur die klassischen Risikogruppen – das sind ältere Menschen und chronisch Kranke – impfen lassen sollen. Das stimmt leider nicht. Ein Virus kann sich in der Bevölkerung rasch verbreiten – auch bei gesunden und jungen Personen – so entstehen Epidemien. Kinder, die nicht geschützt sind, stecken oft ältere Menschen an, für die eine Grippe gesundheitlich eine schwere Belastung ist.

Meine Bitte daher an sie: Gehen sie impfen. Auch dieses Jahr findet wieder eine Impfaktion in Wien statt. Die Impfung kann in den Bezirksgesundheitsämtern und Impfstellen der MA 15 oder bei Ihrem Hausarzt vorgenommen werden. Säuglinge und Kinder bis zum vollendeten 6. Lebensjahr werden nur im Impfservice und reisemedizinischen Beratung im Thomas Klestil Platz geimpft. Die Kosten des Impfstoffes belaufen sich auf 13,90 Euro.

Bei weiteren Fragen steht Ihnen das Grippeimpftelefon unter der Nummer +43 1 4000-8015 zur Verfügung.


Ihr Franz Bittner

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Das Bild zeigt Franz Bittner bei der Beratung eines Patienten.

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