patientenombudsmann der ärztekammer für wien

Aktuelles

05 Februar 2019

Wiener Patientenombudsmann: stärkstes Beschwerdejahr


Im Jänner nutzen wir immer die Möglichkeit Bilanz zu ziehen. In meinem aktuellen Tätigkeitsbericht für das Jahr 2018 wurden 1.415 Beschwerdefälle bearbeitet und 3.171 Telefongespräche geführt. Insgesamt hatte die Patientenombudsstelle von Beginn ihrer Tätigkeit im Jahre 2013 bis 2018, 6.376 Beschwerden und 19.140 Telefongespräche zu bewältigen, wobei die Telefonkontakte kontinuierlich zurückgehen. Einer der Gründe ist die Möglichkeit, auf der Homepage der Ombudsstelle die Beschwerde zu posten.

 

Die starke Steigerung von über 15% gibt mir als Ombudsmann zu denken. Es ist klar erkennbar, dass ein Wandel, eine Verschlechterung in der Versorgung der PatientInnen stattgefunden hat.

 

Imposante Anzahl an Beschwerden

 

Eine große Anzahl an Beschwerden, die auch einige Aussagen über die Entwicklung des Wiener Gesundheitssystems zulässt, wie z.B. die älter werdende Bevölkerung, damit einhergehend eine stärkere Beanspruchung von medizinischen Leistungen, Ausdünnung des niedergelassenen Bereichs – speziell bei den Allgemeinmedizinern und Kinderärzten – und überfüllte Spitalsambulanzen. All dies führt zu längeren Wartezeiten, zur „Minutenmedizin“ und damit zur vermehrten Beschwerden bei mir.

 

Beschwerden über soziale Einrichtungen

 

Die Beschwerden über soziale Einrichtungen nahmen zu. Verantwortlich dafür sind die Beschwerden betreffend, der sozialen Sicherheit, wie: Mindestsicherung, Arbeitslosenbezug, Notstandshilfe und ähnliche soziale Themen.

 

Neue Datenschutzverordnung

 

Wir sind angehalten, alle abgeschlossenen Fälle nach längstens drei Monate zu löschen. Dies bedeutet den Verlust von fünf Jahren Wissen. Zusätzlich gibt es durch die Datenschutzverordnung einen deutlichen administrativen Mehraufwand und eine Erschwernis für die Patienten, da in allen Fällen zuerst eine Einverständniserklärung der Patienten notwendig ist, bevor wir agieren dürfen.

 

 

Es GEHT UM Sie als patient!

Das Bild zeigt Franz Bittner bei der Beratung eines Patienten.

Wir sind für Sie da, wenn Sie unsere Unterstützung brauchen! Egal, ob es um Ihre Anliegen in Ordinationen, in Spitälern, um Probleme mit Sozialversicherungen oder um andere Fragen zum Gesundheitswesen geht.

SENDEN SIE IHR Anliegen!