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19 September 2018

„Hausarzt neu“ / Teil 1


Der zunehmende Hausärztemangel wird es in naher Zukunft schwieriger machen, eine wohnortnahe, adäquate medizinische Betreuung sicherzustellen. Insbesondere vor dem Hintergrund der zunehmenden Überalterung der Bevölkerung in Österreich, stellt das eine gewaltige Herausforderung für das Gesundheitssystem dar.

Um Ihnen die Verunsicherung hinsichtlich ihrer zukünftigen hausärztlichen Versorgung zu nehmen, gebe ich ihnen hier einen Überblick, wie das „neue Hausarztmodell“ aussehen und welche Vorteile es für Patienten als auch das Gesundheitssystem bringen kann.

Bereits im Jahr 2010 forderte der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, dass die „Aufgaben des Allgemeinmediziners […] neu zu definieren“ seien und dass Allgemeinmediziner die Funktion eines verantwortlichen Gesundheitskoordinators übernehmen sollen.
Auch die Österreichische Ärztekammer stellt bereits Ende 2011 in einer Studie fest, dass durch ein Hausarztmodell erhebliche Rationalisierungsreserven im österreichischen Gesundheitswesen gehoben werden könnten.

Außer Zweifel steht, wenn Hausärzte die gesamte Betreuungsverantwortung für Patienten aktiv übernehmen sollen, dann müssen dadurch sowohl positive Qualitäts- als auch Wirtschaftlichkeitseffekte für das gesamte Versorgungssystem erreicht werden.

Der Patient im Mittelpunkt

Die Implementierung einer hausarztbasierten, medizinischen Primärversorgung muss unbedingt auf die Akzeptanz der Patienten bzw. der Bevölkerung bauen und sollte daher einen klaren und spürbaren Zusatznutzen für Patienten haben.

Harald Mayer, Obmann der angestellten Ärzte, erklärte dazu, „...dass man die Patienten dazu bringen müsse, zuerst ihren Vertrauensarzt aufzusuchen“. Die Ärztekammer sieht das Hausarztmodell durch eine Umfrage des IMAS-Instituts bestätigt (1.019 Interviews von Mitte Juni bis Anfang Juli 2018).

·      87 Prozent der Befragten halten den Hausarzt in der Wohngegend für „sehr wichtig“

·      weitere 11 Prozent halten ihn für „einigermaßen wichtig“

·      Auch die Apotheke ist für 94 Prozent „wichtig“

·      87 Prozent erachten ein Krankenhaus in der Wohngegend als „wichtig“

·      70 Prozent wollen im Falle einer chronischen Krankheit der Befragten immer vom selben Arzt behandelt werden

Aus den Ergebnissen dieser Umfrage leitet sich der klare Wunsch der Bevölkerung ab, den Hausarzt und die regionalen Strukturen zu erhalten. Und, dass die Patienten von ihrem Hausarzt auch durch das System begleitet werden wollen.

Franz Bittner

 

 

 

 

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Das Bild zeigt Franz Bittner bei der Beratung eines Patienten.

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