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11 Juli 2017

Nur wer sich impfen lässt, ist vor Krankheiten geschützt


Ein Arzt, der ein nicht geimpftes Kind der Ordination verwies, sorgte unlängst für Empörung. Der Arzt erklärte, dass ein nicht geimpftes Kind andere nicht geimpfte Patienten gefährden würde.

Darf der Arzt das? Ja, er darf. Der Schritt mag rigoros erscheinen, doch er ist notwendig.

Impfungen schützen vor Krankheiten. Nicht zu impfen bedeutet, sich selbst und andere einem potenziellen Risiko auszusetzen. Das Thema ist seit jeher höchst emotional besetzt, die Debatte rund um die verschiedenen Schutzimpfungen spaltet die Gesellschaft und lässt die Kluft zwischen Befürwortern und Gegnern immer tiefer werden.

Bei aller Vorsicht und Skepsis, eines scheinen Impfgegner dabei zu vergessen: Viele gefährliche Krankheiten konnten in Europa nur durch eine konsequente Immunisierung ausgerottet werden. Die Menschen sind heute aber mobiler denn je. Damit rücken auch hoch ansteckende Virusinfekte, die hierzulande bereits besiegt werden konnten, wieder in unsere Nähe. Nur eine konsequente Durchimpfungsrate kann dazu beitragen, Krankheiten auszumerzen - ansonsten besteht die Gefahr neuer Ausbrüche. 

Das Masernvirus ist ein Beispiel dafür, wie Impflücken der Verbreitung einer hoch ansteckenden und gefährlichen Infektion Vorschub leisten. Nach wie vor erkranken Menschen an Masern, obwohl dagegen ein Impfstoff - in Kombination mit der Immunisierung gegen Mumps und Röteln - verfügbar ist. Trotzdem lehnen immer mehr Eltern eine Schutzimpfung für ihre Kinder ab.
Die WHO hat die Vorgabe erlassen, bis zum Jahr 2020 den Virus zu eliminieren, doch das kann nur durch eine hohe Impfquote gelingen. Übrigens: Impfgegner sind nur deswegen geschützt, weil andere Menschen sich impfen lassen.

Sind möglichst viele geimpft, so entsteht eine Herdenimmunität. Damit sind auch jene, die aufgrund unterschiedlicher Gründe nicht geimpft werden dürfen, indirekt geschützt. Wer sich impfen lässt, schützt sich selbst und andere. Nicht zu handeln, ist verantwortungslos.

 

Schritte zur Impfpflicht 

 

Zur Zeit gibt es in vielen Ländern Überlegungen, eine allgemeine Impfpflicht einzuführen:

 

  • Frankreich hat angekündigt, Kinder ab 2018 verpflichtend gegen elf Krankheiten impfen zu lassen.
  • In Italien wurde vor wenigen Monaten die Impfpflicht beschlossen. Wer bis zum sechsten Lebensjahr nicht die geforderten zwölf Impfungen erhalten hat, der kann vom Schulbesuch ausgeschlossen werden, den Eltern droht eine Strafzahlung.
  • In Österreich gibt es keine Impfpflicht, wohl aber einen nationalen Impfplan, der vorgibt, wann welche Immunisierung erfolgen sollte. Es lohnt sich, diese Empfehlungen einzuhalten - im eigenen Interesse! 

 

 

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Das Bild zeigt Franz Bittner bei der Beratung eines Patienten.

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